VOB vs. VgV — wann gilt welches Regelwerk?
VOB und VgV sind zwei zentrale Regelwerke im deutschen Vergaberecht — sie gelten aber für unterschiedliche Leistungsarten. Die VOB/A regelt Bauvergaben, die VgV Liefer- und Dienstleistungsaufträge oberhalb der EU-Schwelle.
Stand: 2026-04
Was beide gemeinsam haben
Beide setzen die EU-Vergaberichtlinien in deutsches Recht um und folgen denselben Grundsätzen: Transparenz, Gleichbehandlung, Wirtschaftlichkeit, Wettbewerb. Beide kennen vergleichbare Verfahrensarten.
Direkter Vergleich
Orientierung für die Auswahl
Entscheidend ist der Leistungsgegenstand. Handelt es sich um eine Bauleistung (Errichtung, Änderung, Instandhaltung am Bauwerk), greift die VOB. Beschaffungen von Waren oder Dienstleistungen fallen unter VgV (oberhalb) bzw. UVgO (unterhalb der Schwelle).
auftragr unterscheidet VOB- und VgV-Vergaben anhand CPV-Code und Bekanntmachungs-Typ. kalkulr ist primär für Bau entwickelt (GAEB-Integration).
Häufige Fragen
Was ist bei gemischten Aufträgen?
Der überwiegende Leistungsteil entscheidet typischerweise über das anwendbare Recht. Die Vergabestelle dokumentiert die Einordnung.
Gilt die VOB auch für Planungsleistungen?
Nein — Planungsleistungen sind Dienstleistungen und fallen unter VgV/UVgO.
Diese Seite stellt öffentlich bekannte Anwendungsbereiche zweier Regelwerke bzw. Verfahren gegenüber. Sie ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Prüfung im Einzelfall durch Ihre Vergabe- oder Rechtsabteilung.