Die Losaufteilung vor der Veröffentlichung strukturiert prüfen
Eine klare Losaufteilung entscheidet darüber, wie gut Bieter den Umfang je Los erfassen und kalkulieren können. Überschneidungen oder Lücken zwischen Losen fallen sonst erst durch Rückfragen im laufenden Verfahren auf.
Stand: 2026-07 · Konzept, in Validierung
Prüfpunkte vor der Veröffentlichung
- Lose eindeutig abgegrenzt — keine Leistung doppelt, keine vergessen
- Schnittstellen zwischen den Losen beschrieben
- Losstruktur in Bekanntmachung, Beschreibung und LV identisch
- Angaben, ob Angebote je Los oder für mehrere Lose zulässig sind
- Gemeinsame Leistungen (z. B. Baustelleneinrichtung) klar zugeordnet
Was häufig übersehen wird
- Dieselbe Leistung taucht in zwei Losen auf
- Leistungen an Losgrenzen sind keinem Los zugeordnet
- Losbezeichnungen in den Dokumenten uneinheitlich
- Unklar, wer losübergreifende Leistungen erbringt
Losaufteilung prüfen — vor der Veröffentlichung
- Soll die Losstruktur über alle Dokumente abgleichen
- Soll doppelte oder nicht zugeordnete Leistungen an Losgrenzen markieren
- Ist konzipiert, fehlende Schnittstellenbeschreibungen als Fund auszuweisen
- Soll auf uneinheitliche Losbezeichnungen hinweisen
Häufige Fragen
Empfiehlt prüfr eine bestimmte Losaufteilung?
Nein. Der Zuschnitt der Lose ist eine Entscheidung Ihrer Vergabestelle. prüfr soll prüfen, ob die gewählte Aufteilung klar, vollständig und widerspruchsfrei beschrieben ist.
Warum sind Losgrenzen so rückfrageträchtig?
An Losgrenzen treffen mehrere Auftragnehmer aufeinander. Ist die Abgrenzung unklar, kalkulieren Bieter unterschiedliche Annahmen — die Angebote werden schwer vergleichbar.
Diese Seite fasst typische Prüfpunkte für Vergabeunterlagen vor der Veröffentlichung zusammen. prüfr ist ein Konzept in Validierung und strukturiert die Durchsicht — die fachliche und rechtliche Prüfung bleibt bei Ihrer Vergabestelle.